Justin Dekkers nimmt am anatomischen Praktikum teil

Nun ist die zweite Woche des medizinisch-klinischen Teils vorbei. Thema in dieser Woche war das Herz-Kreislauf-System. Im Gegensatz zur letzten Woche haben wir mit einer Fallvorstellung begonnen und mit dem anatomischen Praktikum abgeschlossen.

Fallvorstellung mit fiktivem Patienten

Hierbei wird der Einstieg mithilfe eines fiktiven Patienten, der bestimmte Symptome aufweist etwas erleichtert. Es wurde uns eine Symptomatik gezeigt, deren Hintergrund und Erklärung wir noch nicht kannten. Während der Woche lernten wir diesen Hintergrund genau zu verstehen. In diesem speziellen Fall ging es um einen Herzinfarkt.

Angefangen haben wir dieses Mal mit den Basics – der Anatomie des Herzens und der Blutgefäße. Schon am Montag war mir klar, dass wieder sehr viel Lernstoff auf uns wartete. Allerdings habe ich schnell bemerkt, dass ich aus den Histologievorlesungen der vergangenen Unterrichtswoche sehr viel mitgenommen habe, so dass ich den histologischen Aufbau des Herzens relativ schnell verstanden habe.

Am Dienstag haben wir dann unglaublich viel über die Physiologie des Herzens und des Blutkreislaufs gelernt. Dazu gehören nicht nur die wichtigen Arterien und Venen, sondern auch die elektrische Reizleitung und die elektromechanische Kopplung des Herzens und viele weitere Aspekte.  Zuhause habe ich dann versucht, den Stoff zu verinnerlichen um für das anatomische Praktikum am Mittwoch gewappnet zu sein.

Die anatomischen Praktika sind der Hammer

Ich kann es an dieser Stelle nur wieder betonen: Die Praktika sind der absolute Hammer! Die Visualisierungen in den Vorlesungen können noch so gut sein, am besten versteht und vor allem merkt man es sich, wenn man es nicht nur sehen sondern auch tasten kann. Ich freue mich wirklich jede Woche erneut auf die Praxiseinheiten.

Erfolgserlebnisse im Vorsemester

Ein weiteres persönliches Highlight war für mich der Einblick in die EKG-Analyse. Der Lernfortschritt in den letzten Wochen war gewaltig. Das Gefühl Erlerntes neu zu verknüpfen und übergreifend auf komplett andere Themengebiete anwenden zu können und sich deshalb einige Komplexe selbst herzuleiten ist wirklich sehr motivierend. So macht mir das Lernen unglaublich viel Spaß und ich erzählte z.B. meiner Familie auch immer ganz fleißig von den Inhalten.

Am Ende der Woche gab es dann die Fallbesprechung. Hier versuchten wir dann den anfangs vorgestellten Fall mit unserem neuen Wissenstand zu begutachten und trafen gemeinsam eine Diagnose. Freitag wurde wieder die wöchentliche Klausur geschrieben.

Mein Fazit zum anatomischen Praktikum

Die Tage sind unglaublich lernintensiv und für mich persönlich ist kontinuierliches Nacharbeiten momentan sehr wichtig. Wenn man sich aber selbst diszipliniert ist der Leistungsfortschritt um Weiten höher als in der Schule. Ich sehe es als eine Art Belohnung bzw. Selbstüberprüfung. Für mich steht fest: Der Wunsch Medizin zu studieren festigt sich von Tag zu Tag immer und immer mehr.

 

Hallo, ich heiße Justin Dekkers, bin 20 Jahre alt und komme aus Hamburg. Ich habe im Jahr 2015 mein Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,5 absolviert und ein Jahr nach meiner Teilnahme am Vorsemester von Prometheus einen Studienplatz für Humanmedizin für das Wintersemester 2017/18 in Magdeburg erhalten.