Justin Dekkers nimmt am anatomischen Praktikum teil

Weihnachten und Silvester sind vorbei und nach entspannten Ferien steht diese Woche nun der medizinisch-klinische Teil an. Auch wenn der naturwissenschaftliche Block interessant und vor allem hilfreich im Hinblick auf den anstehenden Medizinertest HAM-Nat im kommenden Monat war, habe ich mich natürlich besonders gefreut, nun auch für mich neue und vor allem medizinisch relevante Inhalte zu lernen.

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Medizinisch-klinischer Teil

Embryologie und allgemeine Terminologie

Dazu fingen wir am Anfang der Woche direkt mit dem Thema Embryologie und der allgemeinen Terminologie an.
Schnell wurde klar – Bis zum Ende der Woche steht viel Stoff an, denn ab sofort schreiben wir wöchentlich eine Klausur über den Stoff der jeweiligen Woche. Dabei werden die Themen größtenteils in verschiedene Organsysteme eingeteilt.

Diese Woche haben wir vor allem Grundlagen der Knochen, Muskulatur und der allgemeinen Histologie, also der Lehre des Gewebes behandelt. Den Unterricht haben wir größtenteils von Ärzten bekommen, die gerade ihr Studium beendet haben und deshalb zu fast jedem Thema auch eigene Erfahrung aus der Klinik teilen konnten.

Anatomisches Praktikum

Der für mich wohl spannendste Teil der Woche kam jedoch am Donnerstag: das anatomische Praktikum. An diesem Tag wurde uns ermöglicht, das theoretische Wissen direkt am echten menschlichen Körper zu vertiefen und fragen zu stellen. Bevor wir ins anatomische Institut gegangen sind hatte ich jedoch auch Respekt vor der ganzen Sache. Immerhin hat man es mit Körperspendern zu tun, die sich komplett der Ausbildung junger Interessierter zur Verfügung gestellt haben. Abgesehen davon ist der Rahmen, in dem man eine Leiche sieht, noch einmal ein ganz anderer als im Krankenhaus auf Station oder z.B. lebend im Operationssaal.

Als wir den Raum betreten haben und ich den leichten Geruch von Formaldehyd wahrgenommen habe, habe ich mich zunächst leicht angespannt gefühlt

Als der Unterricht begonnen hat ging es mir doch sehr gut. Man muss sich auf jeden Fall emotional trotzdem gut abgrenzen können und versuchen, sich auf den „Lehrauftrag“ zu konzentrieren. Das anatomische Praktikum ist so ziemlich die beste Methode, gerade für neue Schüler die anatomischen Strukturen zu verstehen.

Anschließend fiel mir das Lernen auch wesentlich einfacher. Ich konnte so gesehen andere Verknüpfungen in meinem Kopf abschließen, da ich zu vielen Stichpunkten auf den Folien z.B. zur Muskulatur auch ein Bild im Kopf hatte.

5 Tage medizinisch-klinischer Teil

Nichtsdestotrotz war es unglaublich viel Stoff, den wir in fünf Tagen gelernt haben. Ich musste mich wirklich mehrere Stunden zur Nachbereitung setzen um alles zu verstehen – und auswendig lernen gehört halt auch eben dazu. Aber ich merke schon wieder, dass es Stoff ist, den man lernen will, den man lernen muss und der einem gerade am Anfang große Fortschritte im Verständnis von verschiedenen physiologischen Prozessen machen lässt.

Am letzten Tag der Woche stand dann die Klausur an. Mit 20 zu beantwortenden Fragen in einem Zeitraum von 60 Minuten war die Prüfung sehr fair aufgestellt, auch wenn inhaltlich einige gar nicht so einfache Fragen dabei waren. Ich habe gemerkt, dass es wirklich wichtig ist, in jeder Vorlesung sehr aufmerksam zuzuhören. Wenn man das tut, hat man eine hohe Chancen, eine gute Klausur zu schreiben.

Ich freue mich auf jeden Fall darauf, in den nächsten Wochen noch mehr zu lernen, auch wenn diese neben der HAM-Nat Vorbereitung sehr anstrengend werden. Und vor allem auf die Praktika, die eine gute Abwechslung zur Theorie sind.

Hallo, ich heiße Justin Dekkers, bin 20 Jahre alt und komme aus Hamburg. Ich habe im Jahr 2015 mein Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,5 absolviert und ein Jahr nach meiner Teilnahme am Vorsemester von Prometheus einen Studienplatz für Humanmedizin für das Wintersemester 2017/18 in Magdeburg erhalten.